stell dir vor es ist krieg, und keiner geht hin...

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Schäfchenwolken (eine Kurzgeschichte)

Wir lagen im hohen Schilfgras und die Sonne kitzelte uns sanft mit ihren warmen Strahlen. Ich kniff die Augen zusammen und blickte in den blauen Himmel.
„Lass uns ein Spiel spielen,“ rief ich und setzte mich auf. Paul, der neben mir gelegen hatte, erhob sich ebenfalls und sah mich verschmitzt grinsend an.
„Und was soll das für ein Spiel sein, Lucie?“
„Wir spielen das Schäfchenwolkenspiel!“ rief ich und lies mich wieder im Gras nieder. „Du musst dich ganz flach auf den Boden legen und in den Himmel blicken. Dann suchst du dir eine Wolke aus und erzählst mir, was du siehst.“
„Ja, was wohl? Ich seh’ ne Wolke!“ erwiderte Paul frech und ich stürzte mich auf hin, um ihn durchzukitzeln. Doch erstens war er stärker und zweitens hatte er meinen Angriff kommen sehen und so griff er schnell nach meinen Armen.
Ehe ich „Schäfchenwolke“ rufen konnte lag ich auf dem Boden und Paul direkt über mir. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Stirn und mir wurde fast schwindelig vor Glück.
Plötzlich schien alles still. Die Erde hatte für einen kurzen Moment aufgehört, sich zu drehen. Die Vögel verstummten und das Wasser des Baches plätscherte nicht mehr. Ich hörte nur das dumpfe Klopfen meines Herzens als Paul mich schließlich küsste.

Nach einer Ewigkeit lösten wir uns voneinander und die Welt drehte sich weiter. Paul stütze sich auf seine Ellenbogen und lächelte auf mich herab.
„Paul,“ flüstere ich, „schreib mir einen Liebesbrief.“ Ich wusste selbst nicht, wie ich in darauf kam.
Das Lächeln in seinem Gesicht verschwand. „Ist das denn wichtig?“ wollte er wissen. Ich schaute in seine blauen Augen.
„Ich weiß nicht“, zögerte ich, „Ist mir so spontan eingefallen. Ich fände es schön, später, wenn du mich schon nicht mehr kennst, deine Worte zu lesen und mich an dich zu erinnern.“
Auf Pauls Gesicht machte sich ein bekümmerter Ausdruck breit. „Was soll das heißen, hast du vor mich irgendwann zu verlassen?“
„Aber nein!“ rief ich und begann Paul durch den brauen Schopf zu wuscheln. „Aber ich möchte, dass diese schöne Zeit unvergessen bleibt! Erinnerungen können verblassen, aber ein Brief bleibt.“
„Tinte kann auch verblassen,“ wandte Paul ein und ich sah in seinen ehrlichen Augen einen undeutbaren Ausdruck.
„Oder kannst,“ begann ich langsam, „kannst du nicht schreiben?“ Ich versuchte die Antwort in seinen Augen zu lesen, doch er wich meinem Blick aus. Ich wusste, dass Paul nur vier Jahre die Volksschule besucht hatte, bevor sein Vater ihn arbeiten schickte. Paul stammte, im Gegensatz zu mir, aus ärmlichen Verhältnissen.
„Ich kann schreiben,“ begann Paul, „aber nicht sehr gerne. Bin kein guter Schreiber. Ich brauche zu lange und mache zu viele Fehler.“
Er rollte zur Seite und setzte sich neben mich. Ich richtete mich auf und nahm sein Gesicht in meine Hände.
„Ich liebe dich Paul, auch ohne Liebesbrief.“

Als es dunkel wurde brachte Paul mich nach Hause. Verträumt lag ich in meinem Zimmer auf dem Bett. Plötzlich zuckte ich erschrocken zusammen. Jemand hat einen kleinen Stein gegen mein Fenster geworfen. Als ich nachsah, konnte ich nichts erkennen.
Also schlüpfte ich schnell in meine Schuhe und rannte die Treppe hinunter. Vielleicht erwischte ich den Übeltäter noch. Doch als ich endlich vor der Haustür stand, war im Schein der kleinen Laterne neben unserem Haus nichts mehr zu sehen. Ich wollte mich gerade umdrehen und wieder rein gehen, da bemerkte ich den kleinen Zettel auf der Stufe. Ich hob ihn auf und faltete das raue Papier auseinander.
In krakeliger Schrift stand da geschrieben „Was ich in der Wolke gesehen habe“ und darunter war ein rotes Herz gemalt. Das war Pauls Art, mir einen Liebesbrief zu schreiben.
6.8.06 12:29


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Zwei

*trommelwirbel* nach langem Warten ist es endlich so weit, Marius hat die Fortsetzung geschrieben



Ich überlegte kurz und kletterte dann hinterher. Frank wohnt im Erdgeschoss, es ist nicht wirklich schwierig dort hinauf zu kommen doch der Regen erschwerte die Sache. Niklas schien erst sehr motiviert in die Wohnung zu gehen, doch kurz vor der Tür blieb er plötzlich stehn. "Was ist los?" feagte ich, doch eine Antwort bekam ich nicht. ich sties ihn zur Seite und ging in die Dunkleheit. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch fest davon überzeugt das dies alles ein Scherz war, doch dann dann viel ich auf den Boden. Ich bin über Franks Schrankwand gestolpert, die aus irgend einem Grund auf dem Boden lag. Ich stand wieder auf und tastete mich vorsichtig durch die Dunkelheit zum Lichtschlater.. ich schaltete...und??...nichts. es blieb dunkel. Ich rief nach Niklas der immer noch auf dem Balkon stand: "Niklas? wo ist der Sicherungskasten?" "An der Haustür"antwortete er und schein mir hinterher zu kommen. Ich bemerkte wie auch mir langsam die Angst zu Kopf stieg. Ein völlig neues Gefühl.. einem scheint der Atem zu stocken. Ich erreichte den Sicherungskasten und sah mir die Sache an. Alle Sicherungen waren drin und auch der Hauptschalter schein in Ordnung zu sein. Ich war völlig in Gedanken, machte mich verrückt, es musste doch eine Erklärung geben! Doch plkötzlich fasste mich wer an die Schulter. Niklas. Er zeigte auf Die Tüt rechts von uns. am Anderen Ende des Flurs. Sie war verschlossen doch unter ihr schien licht durch einen Spalt hindurch. Komisch? das ist mir garnicht aufgefallen. Noch in Gedanken und im Bestreben auf die Tür zuzugehn hörten wir ein Knacken, umgefähr so wie der Wählton eines Telefons. Ich blieb stehen. "siehst du das?" fragte mich Niklas. "Da sind welche drin!" Er Flüsterte plötzlich und ballte eine Faust. Tatsächich ich hörte ein Räuspern und sah einen Schaten von links nach rechts wandern. "Einbrechrer" flüsterte ich und ging entschlossen auf die tür zu niklas war hinter mir... das Knacken wurde lauter, dann schrie eine Stimme, was konnte ich nicht verstehen, wollte ich auch garnicht denn wir stürmten bereits in den Raum. Eine Frau lag in der Mitte. Sie bewegte sich nicht. Ich drehte mich um und sah zurück in den Flür.Mich traf es plötzlich eiskalt. Ein Mann, gross und breit gewachsen, öffnete die Wohnungstür. Ich konnte kein Gesicht erkennen, denn dieses lag im Schatten als er die wohnung verlies. Niklas nahm sofort die Verfolgung auf. Ich konnte nicht. ich stand da.. wie vereist. ich sah wieder die Frau an ein lebloser Körper, doch was war das? Ihre Augen öffneten sich...
7.8.06 17:02


Virginia (eine Kurzgeschichte)

Mein Name ist Virginia. Virginia Minetti. So heißt doch kein Mensch, denkt ihr jetzt bestimmt. Und da habt ihr Recht. So einen bescheuerten Namen hat wirklich keiner, außer mir natürlich. Meine Eltern haben so diesen Tick, ihre Kinder nach US-Bundesstaaten zu benennen. Mein großer Bruder Maine wurde nach der Heimat meiner Mutter benannt und meine Schwester nach der Herkunft meines Vaters - Louisiana. Da ich das jüngste Kind bin, ist mein Namenspate der Staat, in dem wir leben. Ich bin wirklich froh, dass meine Familie nicht nach Kentucky gezogen ist.

Meine Eltern sind richtige Hippies und irgendwo zwischen Anfang der 60er und Woodstock stecken geblieben. Sie hören Jimi Hendrix und Bob Dylan, spielen Gitarre am Lagerfeuer beim Alt-Hippie-Treffen in unserem Garten und wollen von ihren Kindern nur beim Vornamen genannt werden. Melissa, meine Mutter, hat versucht, mich und meine Geschwister für bunte Blumenhemden und Blusen zu begeistern, doch hatte sie nur bei meiner Schwester Erfolg. Lou hat sich ihre Haare bis zum Po wachsen lassen und trägt bunte Hawaiiketten. Sie ist zwei Jahre älter als ich und Melissa sagt immer, wir sind wie Tag und Nacht.
Am ähnlichsten bin ich, glaube ich, noch Maine. Ihn „kotzt das Friede-Freude-Eierkuchen-Getue“ von Melissa und Carl an, wie er mal sagte. Er kann es kaum abwarten, auszuziehen. Ihm fehlt nur das Geld dazu. Aber eigentlich ist er jetzt schon so gut wie nie zu Hause, weil er immer mit seiner Motorradgang unterwegs ist. Mir sind seine Freunde nicht geheuer. Alles Typen in Lederkluft mit Bierfahne. Doch Carl und Melissa stört das nicht. Sie sind sehr „tolerant“, wie sie immer wieder betonen. Ich kann mir so gut wie fast alles erlauben. Sogar rauchen. Nur wer will schon Drogen nehmen, wenn die eigenen Eltern einem den Joint gedreht haben?

Eigentlich bin ich eher unscheinbar. Ich bin jetzt fünfzehn und habe noch nicht einmal geküsst. Aber eigentlich interessieren mich Jungs nicht so sehr. In der Schule bin ich nur mittlerer Durchschnitt und auch sonst nicht sehr auffällig. Ich trage keine besonderen Klamotten, habe keine coolen Freunde und auch sonst kein großes Hobby.
Na ja, ich bin oft bei Molly, Melissas Mutter. Molly ist für ihre 74 Jahre noch ziemlich fit und eine sehr forsche und quirlige Person, die das „Herz auf der Zunge trägt“, wie Lou immer sagt. Ich glaube, die Person, die ich aus meiner Familie am liebsten mag, ist Molly. Wenn ich bei ihr bin, arbeiten wir im Garten, backen kleine Schokotörtchen oder hören Radio.

Oft erzählt mir Molly von früher. Von ihrer ersten Liebe Nico und von Jeff, Melissas Vater. Es ist schön, auf einer der Liegen im Garten zu sitzen, die nackten Füße im Gras, und den alten Geschichten zu lauschen. Molly weiß immer wieder was Neues zu erzählen, eine Anekdote, die ich noch nicht kenne. Obwohl ich manchmal den Verdacht habe, dass sie ein bisschen schummelt und einiges nur erfunden ist. Trotzdem tut es gut, dem Hippiealltag zu entfliehen.

Ich erinnere mich noch gut an meinen siebten Geburtstag. Ich hatte mir eine große Feier mit fast allen Kindern aus meiner Klasse gewünscht. Und tatsächlich durfte ich so viele Kinder einladen, wie ich wollte. Der Sommer 1980 war sehr heiß und wir feierten in unserem großen Garten. Ich hatte mir einen Clown gewünscht, der auftrat und Zauberkunststücke vorführte, doch stattdessen hatten meine Eltern ihre Hippie-Freunde eingeladen. Sie spielten Gitarre, rauchten und mein Partyhüttchen wurde gegen eine Blumenkette ausgetauscht. Die Eltern waren total entsetzt, als sie ihre Kinder abholten und das war das letzte Mal, dass ich meinen Geburtstag feiern wollte.

Molly sagt immer, ich sei für mein Alter schon sehr reif und viel weiter entwickelt als Louisiana. Ihr gefällt es nicht, dass Lou sich so für die Hippie-Bewegung begeistert. Sie hält das ganze für Humbug und ist der Meinung, dass meine Eltern langsam mal erwachsen werden sollten. Wahrscheinlich ist sie deshalb zu Maine und mir immer besonders freundlich. Molly sagt, sie findet es gut, dass mein Bruder seinen eigenen Weg geht und macht was er will. Sie sagt auch, ich solle ein bisschen aus mir heraus kommen und was aus mir machen. „Virginia, Kind, du bist so ein hübsches Mädchen. Ein bisschen Schminke und die Herrenwelt liegt dir zu Füßen,“ pflegt sie immer zu sagen, woraufhin ich dann immer lächelnd erwidere: „Aber Molly, dann hätte ich doch keine Zeit mehr, dich zu besuchen.“

Und so vergeht die Zeit und wir schreiben mittlerweile das Jahr 1992. Es ist kurz vor meinem 19. Geburtstag und Maine ist mittlerweile von zu Hause ausgezogen und wohnt nun bei seiner neuen Freundin Wanda in Pittsburgh. Zu unserer aller Überraschung ist sie nicht so wie die Rockerbräute, die mein großer Bruder sonst immer abgeschleppt hat. Nein, Wanda ist eine hübsche, bodenständige Frau, die als Näherin in einer großen Textilfabrik arbeitet und es als erste geschafft hat, dass mein Bruder seine Lederkluft abgelegt hat und nur noch selten aufs Motorrad steigt. Ja, mein mittlerweile 23-Jahre alter Bruder ist doch erwachsen geworden. Manchmal fährt er nach Virginia und besucht uns und ich freue mich immer, wenn er Wanda mitbringt.

Lou hat dem Hippie-Dasein vollkommen den Rücken zugekehrt, nachdem sie sich vor zwei Jahren auf einer Party erst mit Drogen abgefüllt hatte und drei Stunden später im Krankenhaus ihr Magen ausgepumpt werden musste. Sie ließ sich in eine Entzugsklinik einweisen und hat seitdem keinen Kontakt mehr zu Melissa und Carl, weil sie die beiden für ihren Absturz verantwortlich macht. Womit sie wohl gar nicht mal so Unrecht hat. Mittlerweile ist sie sauber und hat mir drei Musikern in New York eine Band gegründet. Sie machen eine ganz neue Musikrichtung, ich glaube man nennt es Punk und als ich Lou letztes Thanks-Giving bei Molly sah, waren ihre Haare nur noch schulterlang und lila gefärbt und in der Nase trug sie einen silbernen Ring.

Melissa und Carl tanzen immer noch barfuss ums Lagerfeuer und daran wird sich wohl nie was ändern. Ich habe das Gefühl, sie sind froh, dass ihre beiden ältesten Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, und können es kaum abwarten, bis auch ich endlich ausziehe. Irgendwie leben sie in ihrer eigenen Welt, die mir wohl immer verschlossen bleiben wird. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn ich gehe meinen eigenen Weg, wie Molly es mir immer geraten hat.

Molly – Ja sie war die wichtigste Person in meinem Leben und wird es wohl auch immer bleiben. Im Frühjahr dieses Jahres starb sie im Alter von fast 78 Jahren. Bis zu ihrem Tod erfreute sie sich immer bester Gesundheit. Ich hatte, wie so oft, den Tag bei ihr verbracht. Wir aßen selbstgebackenen Apfelkuchen und sie erzählte zum ersten Mal nicht von früher, auch nicht, als ich sie darum bat. Sie schaute in den Himmel und fing an, mich über meine Zukunftswünsche auszufragen. Sie sagte, sie wolle, dass es mir gut ginge und ich Spaß am Leben habe. Dann könne sie in Ruhe sterben. Ich weiß noch, dass ich das für einen ihrer üblichen Scherze hielt. Ihr Schneeweißes Haar spiegelte das Sonnenlicht und ihre Wangen waren vor Eifer rot gefärbt. Sie sah so lebensfroh, so lebendig, aus, wie immer. Gegen Abend verabschiedete ich mich von ihr, und das war das letzte Mal, dass sie sich zum Schlafen hinlegte. Denn am nächsten Morgen stand sie nicht mehr auf.

Ich vermisse Molly jeden Tag, doch seit ich kurz nach ihrer Beerdigung meinen ersten festen Freund kennen gelernt habe, geht es ein bisschen besser. Er ist 19 und heißt Nico. Ja richtig, Nico, genauso wie Mollys erste große Liebe. Ich kenne Nico schon länger wir haben ein paar Fächer in der Schule zusammen. Doch erst seit unsere Englischlehrerin uns in die selbe Arbeitsgruppe eingeteilt hat, habe ich ihn überhaupt wahr genommen. Was dann in den nächsten Woche mit meinem Kopf und Bauch passierte nennt man wohl verliebt sein. Ich wünschte, ich hätte Molly in dieser Zeit gehabt, sie hätte mich bestimmt gut beraten. Zweimal habe ich versucht, Lou anzurufen und mit ihr über Nico zu sprechen, doch meine große Schwester war viel mehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Zum Glück machte Nico dann den ersten Schritt und lud mich ins Kino ein. Was dann in den folgenden Wochen passierte, könnt ihr euch wohl denken.

Im Sommer bin ich mit der Schule fertig und an Weihnachten wird die kleine Molly auf die Welt kommen, und Nico und ich wollen zusammen ziehen. Wohin, wissen wir noch nicht, aber möglichst nicht in der Nähe von unseren Eltern, denn wir wollen unseren eigenen Weg gehen.
9.8.06 17:50





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