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Kleine Straßenbahnexkursion

Straßenbahn fahren ist toll. Man mag es nicht glauben, aber es kann unheimlich interessant sein. Denn, seien wir mal ehrlich, wer beobachtet nicht gerne fremde Menschen? Und in der Straßenbahn wimmelt es nur von eben solchen!

Mir wurde einmal erzählt, dass jede Nation anders Straßenbahn fährt. Die Italiener zum Beispiel führen lautstarke Diskussionen mit ihren Sitznachbarn, egal ob man sich kennt oder nicht. Ich stelle mir eine Straßenbahnfahrt in Italien sehr spaßig und temperamentvoll vor.

Doch wie aber fahren wir Deutschen Straßenbahn?
Nun, zunächst sucht man sich einen Einzelplatz, möglichst weit weg von anderen Menschen. Und zur Not bleibt man lieber stehen als sich neben fremde Personen zu quetschen. Denn die würde man eh nur peinlich anschweigen. Ganz toll.

Dann gibt es natürlich noch die Gattung der peinlichen Pöbel. Sie haben wohl einen schlechten Tag gehabt und das lassen sie natürlich erst einmal am Bahnfahrer aus. Lautstark wird sich über das zu spät kommen der Bahn beschwert (wobei die Tatsache, dass man selbst zu spät an der Haltestelle ankam, außer Acht gelassen wird) und als nächstes über die Unfreundlichkeit des Fahrers.
Besonders dramatisch wird es, wenn der Fahrer eine Frau ist. Schließlich muss man sich als männlicher Fahrgast doch behaupten!

An dieser Stelle breche ich meine Beobachtungen meist ab und widme meine Aufmerksamkeit den rüstigen Rentnern. Auch sie beschweren sich gerne, wenn jedoch nicht lautstark und über den Bahnfahrer. Nein, sie haben vielmehr an den jüngeren Fahrgästen zu mäkeln. Wie die bloß aussehen, können die nicht mal die Musik leiser stellen und erst Recht ihr Verhalten!

Leider muss ich ihnen da oft Recht geben. Die Vertreter der Jugend präsentieren sich in den deutschen Straßenbahnen nicht von ihrer besten Seite. Nichts gegen lautstarke Unterhaltungen und lebhafte Diskussionen, aber wieso fühle ich mich beim Lauschen ihrer Gespräche bloß immer an diverse Talkshows erinnert? Und einige unter ihnen scheinen die Straßenbahn tatsächlich mit dem Presslufthammerschuppen, den sie am Wochenende besuchen, zu verwechseln.
Ich muss zugeben, ich höre auch gerne mal Musik mit meinem MP3-Player, aber dann doch bitte in einer gesitteten Lautstärke. Es kann doch nicht angehen, dass ich die Musik des Nebenmannes lauter höre als die meines eigenen Players!

Damit wären die groben Kategorien eingeteilt: Pöbel, Rentner, Teenager und die schweigende Masse.
Apropos Pöbel – die sind am Ende der Fahrt meist bei der schlechten Wirtschaftssituation angekommen und immer noch keinen Ton leiser. Das macht aber auch nichts, denn zur Not frage ich einfach meinen Sitznachbarn, ob er seine Bumbum-Musik nicht noch ein wenig lauter drehen kann. Dann fällt das peinliche Schweigen der übrigen Beteiligten auch nicht so sehr auf.
Oder ich setze mir meine eigenen Kopfhörer auf und stelle mir vor, ich säße in einer italienischen Straßenbahn.
12.4.06 11:19
 


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