stell dir vor es ist krieg, und keiner geht hin...

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Quarktasche

Mein Freund der Herbst

Dieser Text ist zwar schon älter, aber ich habe ihn kürzlich wieder gefunden und etwas überarbeitet, um ihn nun trotzdem on zustellen. Have fun, read it.

Der Winter ist zwar meist kalt, aber mit etwas Glück auch weiß. Außerdem ist er die Jahreszeit der Nächstenliebe schlechthin, auch wenn es irgendwie makaber ist, dass den meisten von uns nur einmal im Jahr warm ums Herz wird und sie nur dann an ihre Mitmenschen denken.

Das Frühjahr bringt wieder Farbe ins Spiel und die sogenannten „Frühlingsgefühle“ vertreiben die grauen Schlechtwetter Depressionen.

Wenn dann endlich der Sommer anbricht, reißen wir uns die bunten Klamotten vom Leibe und gehen schwimmen oder liegen einfach am Strand und tun nichts.

Wie dem auch sei, jeder mag eine Jahreszeit besonders gerne, doch die wenigsten denken dabei an den Herbst.
Die meisten klagen über dass nass-kalte Wetter, die früh eintretende Dunkelheit und überhaupt wird Gevatter Herbst gern als ungemütlich bezeichnet!

Doch stellt euch mal vor, der Sommer geht zu Ende, und was kommt dann? Der Winter! Erst 35°C im Schatten und Bikini und im nächsten Moment Zähneklappern und Pudelmütze!
Und wer schon mehr als ein paar Winter erlebt hat, weiß, wie hart es ist, in der kurzen Vorweihnachtszeit alle Geschenke zu planen und zu besorgen.

Dafür gibt es den Herbst! Er sorgt dafür, dass wir uns sowohl gedanklich wie auch körperlich auf den Winter umstellen. Im Frühling kommt die Vorfreude auf den Sommer und im Herbst? Na klar, die Freunde auf den Winter!
Nicht zu vergessen, färbt er die Blätter an den Bäumen schön bunt, bevor sie runter fallen. Und was gibt’s tolleres als durch einen Haufen knirschender Herbstblätter zu laufen?

Darum diskriminiert nicht weiter den Herbst, ohne den es ja auch nur noch drei Jahreszeiten gäbe, und das Jahr viel zu schnell rum wäre, sondern freut euch, dass er da ist, selbst wenn euch das schlechte Wetter auf den Keks geht.
Apropos Keks: Wenn’s draußen stürmt und man gemütlich im Warmen sitzt, Musik hört und Gebäck knabbernd in ´nem dicken Buch schmökert - dann ist der Herbst alles andere als ungemütlich!
27.9.06 19:50


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Spießerbraut oder Drehbuchautorin?

In einem Song von „Früchte des Zorns“ heißt es „Wenn es einen Film über dein Leben gäbe, würdest du ihn dir dann anschauen?

Mein Leben sah bisher ziemlich planmäßig aus. Krabbelgruppe, Kindergarten, Schule. Bis dahin schafft’ s fast jeder. Freundschaften schließen, die erste große Liebe. Ein bisschen Abenteuer auf Partys und frischen Wind in den Alltagstrott bringt der alljährliche Sommerurlaub.

Nein, dass macht noch keinen interessanten Film aus. Aber vielleicht das, was die Zukunft bringt?

Vorgenommen habe ich mir da auch das übliche. Abi, Studium, soliden Beruf. Eigentlich. Denn uneigentlich will ich viel lieber nach dem Abi ein Jahr ins Ausland und als Aupair oder ähnliches arbeiten. Aber ist das so klug? Immerhin heißt es ja, dass kein Arbeitgeber es gerne sieht, wenn der Bewerber zwischendurch ein Jahr auf der faulen Haut gelegen hat. Und überhaupt, sollte man sich nicht schnellstmöglichst einen Studiumsplatz angeln?

Nach dem Studieren will ich Bücher schreiben, denn das Schreiben macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß. Außerdem möchte ich mit meinen Texten auch etwas sagen und nicht nur sinnlos daher palavern wie so mancher Politiker.
Aber wer kann schon von Luft und Tinte leben? Das bedeutet ein „sicherer“ Beruf ist zunächst von Nöten.
Und dann? Dann steckt man erst mal in seiner Arbeit drin und kann sich nicht einfach mal ne Auszeit nehmen, um zum Beispiel Kinder zu kriegen. Dabei wollte ich doch eine Familie gründen.

Nun stellt sich also die Frage: Spießerbraut werden oder das Drehbuch für meinen Lebensfilm selber schreiben?
Ich weiß es nicht, aber eins steht fest, den Film über mein Leben will ich nicht sehen, schließlich lebe ich es ja, das sollte reichen.
21.9.06 19:39


Jane Doe

„Puh, endlich ist die Schicht vorbei,“ denkt Jane Doe, als sie die Fahrerkabine verlässt.
Doch Feierabend hat sie trotzdem noch nicht. Beim Kontrollgang durch die U-Bahn entdeckt sie, dass jemand sein Handy vergessen hat.
„Na super, jetzt muss ich wegen irgend einem vergesslichen Volltrottel auch noch den Umweg zum Fundbüro der Bahngesellschaft machen,“ flucht sie.
Ein Blick auf die Uhr verrät ihr, dass gleich ein Bus in die richtige Richtung fährt. Obwohl sie von dem harten Arbeitstag geschafft ist, spurtet Jane Doe los.
Die Rolltreppe nach oben funktioniert nicht mehr, und so muss Jane die Stufen selber hoch laufen. Völlig außer Atem erreicht sie das Tageslicht und erkennt gerade noch die Rücklichter des Busses. Wieder stößt sie einen Fluch aus und ärgert sich erneut über den vergesslichen Handybesitzer. Trotzdem beschließt die verantwortungsbewusste Jane, das Handy noch heute abzuliefern.
Eine halbe Stunde später erreicht sie den Betriebshof und hat Glück, noch jemanden im Fundbüro vorzufinden. Endlich kann auch Jane Doe ihren wohlverdienten Feierabend genießen.
Jane ist gerade durch ihre Wohnungstür getreten, als das Telefon klingelt. Es ist der Kollege vom Fundbüro. Er erzählt, dass der Handy-Besitzer sich bereits gemeldet hat.
„Du glaubst nicht, wie froh er war, dass das Handy wieder aufgetaucht ist. Er sagte, er warte auf einen wichtigen Anruf und der Anrufer hätte nur die Handy-Nummer von ihm. Der Kunde hat das Mobiltelefon dann sofort abgeholt und zum Zeichen seiner Dankbarkeit 30€ für den Finder da gelassen.“
23.6.06 15:48


Was du heute kannst besorgen...

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ so lautet ein vielleicht wohl gemeintes und optimistisches Sprichwort.
Klingt zunächst auch durchaus logisch, weiß doch schließlich jeder, dass unangenehme Dinge, die auf die lange Bank geschoben werden, dadurch nur noch unangenehmer werden! Lernen für die Vergleichsklausur, bei Zahnschmerzen nicht zum Arzt gehen, das klärende Gespräch nach einem Streit.

Und trotzdem ist oft eine ganz andere Mentalität der Fall: „Was du heute kannst besorgen, verschiebe am besten gleich auf übermorgen!“
Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier, das Unannehmlichkeiten gerne aus dem Weg geht. Denn nicht umsonst heißen diese unangenehm. Sie sind unangenehm, weil sie Arbeit machen oder uns in eine missliche oder peinliche Situation befördern. Trotzdem scheuen wir, uns aus dieser Situation wieder zu befreien. Es ist einfach bequemer, alles beim Alten zu belassen.

Doch genau diesen Fehler hat ein schlauer Mensch erkannt, als er die oben genannte Weißheit aussprach. Denn es ist einfach viel angenehmer, wenn man Unannehmlichkeiten endlich beseitig hat!

In diesem Sinne: Das Wetter ist heut einfach zu schön, um Hausaufgaben zu machen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag!
8.6.06 17:48


Der Tag, an dem du starbst

Der Tag, an dem du starbst war ein Dienstag wie jeder andere. Ich fuhr morgens zur Arbeit, hatte den normalen Bürostress und sehnte mich einfach nur nach Feierabend und einem Sandwich von "Subways". Wie immer schaltete ich um halb sechs den PC aus und lief den alltäglichen Weg zum Parkhaus durch die Fußgängerzone.

Der Tag, an dem du starbst endete für mich im Stau. Fluchend drückte ich auf die Hupe und ließ erschöpft den Kopf aufs Lenkrad sinken. Ich würde meine Lieblingsserie verpassen und hatte natürlich vergessen den Videorekorder einzuschalten.

Der Tag, an dem du starbst war sehr heiß. Die Klimaanlage meines Wagens gab irgendwann den Geist auf und ich verspürte eine tiefe Missgunst gegenüber allen, die einen freien Tag im Freibad auf ihrem Handtuch verbringen konnten.

Der Tag, an dem du starbst war der Geburtstag meiner Mutter, den ich vergessen hatte. Mir fiel es erst ein, als ich es mir mit einer Packung Popkorn auf dem Sofa bequem machen wollte. Leise fluchend erhob ich mich wieder und machte mich auf den Weg zur nächsten Tankstelle. Dort erstand ich in dem 24h-geöffnetem Shop für viel Geld einen mickrigen Blumenstrauß. Den lieferte ich noch schnell bei meiner Mutter ab und machte mich dann erschöpft auf den Heimweg.

Der Tag, an dem du starbst, war wie jeder andere. Der alltägliche Stress und das normale Chaos.

Der Tag, an dem du starbst war mir nicht bewusst, denn keine einzige Sekunde habe ich an dich gedacht. An dich, verhungertes Kind im großen Afrika, weit weg von meiner heilen aber hektischen Welt.
23.4.06 15:00


Alles Kommerz?!

„Geiz ist geil!“ lautet die Parole und sorgt dafür dass Otto Normalverbraucher trotz Geldmangel die Filialen einer großen Elektro-Kette stürmt. Das mag im ersten Moment nicht unwahrscheinlich erscheinen, wenn man einmal betrachtet, welche tollen Sonderangebote in Verbindung mit dem oben genannten Ausruf stehen.

So wird zum Beispiel mit 20% Preisnachlass geködert. Klingt doch verlockend, wenn man mal außer Acht lässt, dass zuvor der Preis um 30% erhöht wurde.

Kaufanreiz geben auch immer wieder Slogan wie „Kauf drei, zahle zwei!“. Dies gilt für Schuhe, T-Shirts und Brötchen. Und die wundersame Wirkung dieses Rechenspiels ist, dass man tatsächlich mehr kauft, als man braucht.
Aber noch viel wahnwitziger ist die Tatsache, dass die Käufer sich somit als Schnäppchenjäger bezeichnen und nicht erkennen, wie sehr sie gerade abgezockt wurden. Denn Rabatt hin, Sonderangebot her, man hatte wirklich nur Bedarf an zwei Paar Schuhen. Wieso also noch ein drittes Paar, das höchstwahrscheinlich als Staubfänger enden wird, kaufen?

Die Antwort ist ganz einfach. Wir leben nun einmal in einer konsumgeilen Kommerzgesellschaft! Die Menschen werden von sogenannten Schnäppchen angezogen wie die Maus vom Käse.
Doch leider muss auch ich mich schuldig bekennen, den Kapitalismus zu unterstützen. Findet man mich zu meiner großen Schande doch des öfteren in der „Nice-Price“ Abteilung der oben genannten Elektro-Kette...
12.4.06 11:36


Gute Tage – Schlechte Tage

Jeder kennt das: Es gibt Tage, die sollten nie enden, und andere wieder rum besser gar nicht erst anfangen.

Oft sind es schon Kleinigkeiten, die einem den Alltagstrott versüßen können. Eine unerwartete Freistunde in der Schule, Mama hat das Lieblingsessen gekocht und im Radio läuft der Song, den man letztens noch verzweifelt gesucht hat.
Die Summe dieser kleinen Dinge ergibt gute Laune und ein seltsames Hochgefühl, wie man es sonst nur kennt wenn die Ferien anfangen oder man frisch verliebt ist.

Genauso gut können es aber auch kleine Zwischenfälle sein, die dafür sorgen, dass man sich wünscht, man wäre gar nicht erst aufgestanden. Vokabeltest verhauen, Lieblings CD verschollen oder das Wetter ist einfach nur richtig mies.
Solche Tage sollten am Besten gleich aus dem Kalender gestrichen werden.

Aber leider geht’s immer ein bisschen schlimmer.
Was nämlich, wenn ein Tag nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen enthält? Man hat vielleicht in Mathe eine zwei wiederbekommen, aber in der Geschichtsabfrage versagt. Zwar scheint draußen die Sonne aber drinnen wartet ein Berg von Hausaufgaben.
Man befindet sich an solchen Tagen in einem Wechselbad der Gefühle. Der Pegel des Stimmungsbarometers droht vor lauter Schwankungen den Geist aufzugeben.
Da gibt es nur eine Möglichkeit: man muss ein kleines bisschen nachhelfen, damit die schönen Dinge überwiegen. Sich zum zehnten Mal den absoluten Lieblingsfilm reinziehen oder sich eine Tafel Schokolade gönnen, ohne auf die Kalorien zu achten.

Und sollte all das nicht helfen, muss man sich eines bewusst machen: Das Leben wäre schließlich langweilig, wenn’s immer glatt liefe!
12.4.06 11:36


Kleine Straßenbahnexkursion

Straßenbahn fahren ist toll. Man mag es nicht glauben, aber es kann unheimlich interessant sein. Denn, seien wir mal ehrlich, wer beobachtet nicht gerne fremde Menschen? Und in der Straßenbahn wimmelt es nur von eben solchen!

Mir wurde einmal erzählt, dass jede Nation anders Straßenbahn fährt. Die Italiener zum Beispiel führen lautstarke Diskussionen mit ihren Sitznachbarn, egal ob man sich kennt oder nicht. Ich stelle mir eine Straßenbahnfahrt in Italien sehr spaßig und temperamentvoll vor.

Doch wie aber fahren wir Deutschen Straßenbahn?
Nun, zunächst sucht man sich einen Einzelplatz, möglichst weit weg von anderen Menschen. Und zur Not bleibt man lieber stehen als sich neben fremde Personen zu quetschen. Denn die würde man eh nur peinlich anschweigen. Ganz toll.

Dann gibt es natürlich noch die Gattung der peinlichen Pöbel. Sie haben wohl einen schlechten Tag gehabt und das lassen sie natürlich erst einmal am Bahnfahrer aus. Lautstark wird sich über das zu spät kommen der Bahn beschwert (wobei die Tatsache, dass man selbst zu spät an der Haltestelle ankam, außer Acht gelassen wird) und als nächstes über die Unfreundlichkeit des Fahrers.
Besonders dramatisch wird es, wenn der Fahrer eine Frau ist. Schließlich muss man sich als männlicher Fahrgast doch behaupten!

An dieser Stelle breche ich meine Beobachtungen meist ab und widme meine Aufmerksamkeit den rüstigen Rentnern. Auch sie beschweren sich gerne, wenn jedoch nicht lautstark und über den Bahnfahrer. Nein, sie haben vielmehr an den jüngeren Fahrgästen zu mäkeln. Wie die bloß aussehen, können die nicht mal die Musik leiser stellen und erst Recht ihr Verhalten!

Leider muss ich ihnen da oft Recht geben. Die Vertreter der Jugend präsentieren sich in den deutschen Straßenbahnen nicht von ihrer besten Seite. Nichts gegen lautstarke Unterhaltungen und lebhafte Diskussionen, aber wieso fühle ich mich beim Lauschen ihrer Gespräche bloß immer an diverse Talkshows erinnert? Und einige unter ihnen scheinen die Straßenbahn tatsächlich mit dem Presslufthammerschuppen, den sie am Wochenende besuchen, zu verwechseln.
Ich muss zugeben, ich höre auch gerne mal Musik mit meinem MP3-Player, aber dann doch bitte in einer gesitteten Lautstärke. Es kann doch nicht angehen, dass ich die Musik des Nebenmannes lauter höre als die meines eigenen Players!

Damit wären die groben Kategorien eingeteilt: Pöbel, Rentner, Teenager und die schweigende Masse.
Apropos Pöbel – die sind am Ende der Fahrt meist bei der schlechten Wirtschaftssituation angekommen und immer noch keinen Ton leiser. Das macht aber auch nichts, denn zur Not frage ich einfach meinen Sitznachbarn, ob er seine Bumbum-Musik nicht noch ein wenig lauter drehen kann. Dann fällt das peinliche Schweigen der übrigen Beteiligten auch nicht so sehr auf.
Oder ich setze mir meine eigenen Kopfhörer auf und stelle mir vor, ich säße in einer italienischen Straßenbahn.
12.4.06 11:19





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